Internet der Energie
IKT für Elektromobilität
Im Rahmen des zweiten Konjunkturpakets hat das BMWi gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit einen neuen FuE-Förderschwerpunkt "IKT für Elektromobilität" ausgeschrieben, der eng an das Leuchtturmprojekt E-Energy anknüpft.
In sieben Projekten mit insgesamt 47 beteiligten Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen wird z. B. untersucht, wie Fahrzeugbatterien möglichst intelligent und einfach als mobile Stromspeicher genutzt werden können, um überschüssigen Wind- oder Solarstrom aus dem Netz aufzunehmen. Umgekehrt soll Strom bei Bedarf ins Netz zurückgespeist werden. Dadurch würden Elektrofahrzeuge entscheidend zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien, zur Erhöhung der Netzstabilität und zur Verringerung teurer Regelenergie beitragen. Dazu bedarf es aber gleichzeitig der Einbettung der Elektromobilität mit Hilfe der IKT in jeweils typische urbane oder ländliche Verkehrsinfrastrukturen und Nutzerprofile (Branchen, Tourismus, Wohnstrukturen) unter Nutzung der Verkehrstelematik oder von verteilter Intelligenz in den Fahrzeugen. Auch die Standardisierung soll mit diesen Aktivitäten vorangetrieben werden.
In sieben Projekten werden unterschiedliche Zielrichtungen verfolgt:
| - Grid Surfer | inter-urbane Integration von Elektrofahrzeugen in Energiesysteme inklusive Batteriewechselkonzept |
| - e-mobility | IKT-basierte Integration der Elektromobilität in die Netz-systeme der Zukunft |
| - Smart Wheels | Intelligente Elektromobilität in der Modellregion Aachen |
| - MEREGIOmobil | Minimum Emissionen Regionen Mobil |
| - eE-Tour Allgäu | effiziente Elektromobilität & Tourismus |
| - Future Fleet | Einbindung von Elektro- und Plug-In-Hybridfahrzeugen in betriebliche Fahrzeugflotten |
| - HARZ.EE-MOBILITY | Einsatz der Elektromobilität vernetzt mit dem RegModHarz-Projekt |
Eine vom BMWi beauftragte wissenschaftliche Begleitforschung sichert die Kohärenz der einzelnen Vorhaben im Rahmen des Schwerpunktes und sorgt für eine schnelle Verbreitung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit. Weitere Aufgaben liegen in der Vernetzung der einzelnen Projekte wie auch mit dem Umfeld. Durchgeführt wird die Begleitforschung von B.A.U.M.-Consult (ggf. sowie TU München, TU Darmstadt, incowia GmbH und LoeschHundLiepold Kommunikations GmbH)
Schwerpunktlaufzeit: 2009 - 2011
Gesamtvolumen: 121,8 Mio. €
Fördervolumen: ca. 53,7 Mio. €